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Babykurse im Übermaß: Was braucht mein Kind wirklich? - ein persönlicher Erfahrungsbericht

Liebe Frischling-Freunde,

ich hoffe Euch geht es gut zu dieser besonderen Zeit! Wir sind alle viel zu Hause, verbringen Zeit mit den Liebsten und konzentrieren uns auf das Wesentliche. Wie ergeht es Euch denn in Zeiten von Corona? Vermisst ihr den Alltagstrubel, die Termine, die Verabredungen? Oder genießt Ihr gerade die wertvolle „Quality Time“ in den eigenen vier Wänden?
Ich werfe mit Euch heute einen Blick auf die Aktivitäten, die uns hoffentlich ganz bald schon wieder erwarten.

Da hat man sich so gerade mit dem neuen kleinen Erdenbürger nach der Geburt zu Hause eingelebt, und schon prasseln lauter Angebote zur Teilnahme an verschiedensten Babykursen auf uns ein Startschuss dabei sind zumeist die Rückbildungskurse, welche oftmals zusammen mit dem Baby ca. 8 Wochen nach der Geburt beginnen. Neben intensiven Beckenbodenübungen ist man dann während des Kurses als Mami allerdings kontinuierlich damit beschäftigt, den kleinen Nachwuchs bei Laune zu halten und zu hoffen, dass dieser den Kurs auch übersteht und mitmacht ??? Ab einem gewissen Punkt ist dann der Beckenboden passé und der Frischling sagt nur noch „Och nee“! Rückbildungskurse sind ist gut und wichtig, aber primär soll er euch als Mamis dienen.

Abendkurse die möglichst alleine ohne Baby absolviert werden können, bieten hier eine sinnvolle und deutlich entspanntere Alternative. Weiter gehts mit Kursen wie Babymassage und Babyschwimmen. Hierbei steht dann wirklich zu 100% das Baby im Mittelpunkt und darf sich wohltuenden, öligen Massagen hingeben und sich quietschvergnügt den ersten Babyspeck von den Hüften strampeln. Ob dies wirklich erforderlich ist? Ganz private Massagen nach dem kuscheligen Baden zu Hause in der eigenen gemütlichen und für Euer Baby gewohnten Umgebung haben - so meine Erfahrung - eine deutlich höhere Qualität und Wohlfühlfaktor für beide Seiten. Warum also nicht einfach ein günstiges Buch über Babymassagen kaufen, das wunderbare vujo Frischlings-Babyöl zur Hand nehmen und einfach loslegen. Mit zarten, kreisenden Bewegungen über den Frischlingsbauch, Hand, Arm und Bein: DAS wird eine Wohltat für Euer Baby sein.

Weitere PEKIP („Prager Eltern-Kind-Programm“), DELFI- (Denken, Entwickeln, Lieben, Fühlen, Individuell“) vervollständigen das Repertoire an Übungen, Lernen, Gesang, Spiel & Spaß wobei genau letzteres zum Beispiel bei meinem Kind und mir nicht der Fall war. Ein Dutzend schreiende Babies und dazu oftmals noch anstrengendere Mütter auf engem Raum erachten es als „pädagogisch wertvoll“, wenn sein Nachwuchs unbekleidet und ohne Windel mit anderen Babies so wie ihm „gelüstet", interagiert. Mein Tipp: trefft Euch doch einfach privat mit befreundeten Mamis und ihren Kindern und legt eine gemeinsame „Spaß- und Spielestunde“ ein- dies hat sicher einen deutlich geringeren Stressfaktor. Abgerundet wird dann der stressige „Babykursmarathon“ in den ersten Lebensmonaten mit Kursen wie z.B. Babyoga. Da ich persönlich Yoga  als durchaus entspannend empfinde, habe ich mir gedacht, dies könne zusammen mit meinem Baby bestimmt ein doppeltes Highlight sein. Die Erfahrung jedoch lehrte mich eher das Gegenteil. Und nicht primär aus dem Grund, dass mein Kind nicht mitspielte- ganz im Gegenteil: es amüsierte sich prächtig. Vielmehr waren es die anderen Babies im Raum die das Wort „Yoga“ anscheinend allzu wörtlich nahmen und ihre Übungen jeweils auf der Matte seines Nachbarn nebenan, gegenüber oder wo auch immer machten- Fazit also: Chaos pur.

Gerade beim 1. Kind denken wir, wir müssten alle möglichen Kurse mit  ihm  absolvieren, um seine Entwicklung bestmöglich zu beeinflussen und diese in eine optimale Richtung zu lenken. Sicher hat jeder Kurs für sich genommen seine Berechtigung, aber die Devise heißt: „Alles kann, nichts muss!“ Beim 2. Kind habe ich persönlich diesen ganzen „Hype“ um den Babykursmarathon nicht mitgemacht und ausschliesslich nur das gemacht wozu mein Kind und ich wirklich und wörtlich LUST hatten. Denn nur wenn es für beide gleichermaßen eine Entspannung bietet, ist es auch eine Bereicherung. Lasst Euch keinen Druck von niemandem machen, verirrt Euch nicht im „Babykurs-Dschungel“ und hört ganz tief in Euch und Eurer Baby rein. Was mag es? Was tut ihm gut? Was entspannt euch beide? Was zaubert ihm ein Lächeln auf die Lippen? Genau DANN habt ihr die richtige Antwort! Und was ist nun eure Meinung? Hat die besondere „Home-alone-Zeit“ uns vielleicht doch gelehrt, dass auch weniger Termine in Ordnung sind? Ist es nicht auch manchmal schön, die kleinen Dinge des Alltags bewusster zu erleben, statt nur von Verabredung zu Verabredung zu hetzen?

Liebe Grüße,

Eure Elisa